Aktuelles Artikel

Back Next

Österreich, Service 03.10.2017

Wohnen in einer WG: die wichtigsten Infos zur Wohngemeinschaft

  • Wohnen in der WG; Foto: fotolia

Im Durchschnitt geben Studierende ein Drittel ihres Gesamtbudgets für Wohnen aus. Oft ist es notwendig, sich Mitbewohner zu suchen, um die Wohnkosten zu senken. Rund ein Viertel aller Studenten in Österreich lebt daher auch in einer Wohngemeinschaft.

 

Wohngemeinschaften gibt es in (miet)rechtlicher Hinsicht in zwei Varianten:

  • ein Hauptmieter und mehrere bzw. ein Untermieter oder
  • mehrere Hauptmieter.

 

Keine von beiden Varianten ist optimal, beide bieten Vor- und Nachteile.

 

WG-Variante 1: Ein Hauptmieter

Ein Hauptmieter kann mit einem Eigentümer einen Mietvertrag abschließen und Teile der Wohnung untervermieten. Solange der Hauptmieter auch selber in der Wohnung lebt, darf der Eigentümer das Untervermieten in der Regel auch nicht untersagen. Der Hauptmieter tritt dann gegenüber den Untermietern als (Unter-)Vermieter auf.

 

Für Untermietverträge gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie für Hauptmietverträge: Insbesondere die Mindestdauer von 3 Jahren bei befristeten Verträgen und die Kündigungsbeschränkungen des Mietrechtsgesetzes sind zu beachten.

 

Viele Rechte, wie zum Beispiel die Durchsetzung von notwendigen Reparaturarbeiten oder die Rückforderung von Kostenersatz für Investitionen und einiges mehr, können von den Untermietern teils nur schwer, teils gar nicht geltend gemacht werden. Forderungen gegenüber dem Eigentümer kann überhaupt nur der Hauptmieter stellen.

 

WG-Variante 2: Mehrere Hauptmieter

Mehrere Hauptmieter stehen alle im selben Rechtsverhältnis zum Eigentümer. Sie haften alle gemeinsam für die regelmäßige Bezahlung der Miete. Daher muss der Vermieter, genauso wie alle anderen Mitmieter, auch zustimmen, wenn einer der Hauptmieter ausgetauscht werden soll. Dadurch wird die gemeinsame Zahlungskraft der Mieter verändert, wodurch ein wesentliches Interesse des Eigentümers berührt wird.

 

Bei jedem Mieterwechsel oder Wegfallen eines Mieters ist daher die (am besten schriftliche) Zustimmung des Vermieters einzuholen.

 

WG-Kaution

Auch für die Miete eines WG-Zimmers gilt, was für allgemeine Hauptmietverträge über eine ganze Wohnung gilt: Vom Gesetz her ist eine Kaution nicht verpflichtend, sie darf aber im Mietvertrag vereinbart werden.

 

Üblicherweise wird die Bezahlung von drei Monatsmieten vereinbart. Die Kaution dient zur Begleichung von Mietzinsrückständen und zur Reparatur von Schäden, wenn das Zimmer nicht in ordnungsgemäßem Zustand zurückgegeben wird.

 

Der (Unter-)Vermieter hat das Recht, die Kaution bis zum Ende des Mietverhältnisses in voller Höhe bei sich zu behalten. Erst nach Rückstellung der Wohnung ist die Kaution samt Zinsen zurückzubezahlen.

 

Weitere Informationen:

>> Betriebskosten

>> Erhaltung und Instandhaltung

>> Kündigung des Mietvertrags

>> Rückgabe der Wohnung

 

Sie suchen Rat und Hilfe in Wohnrechtsfragen? Wir sind DIE ExpertInnen im Miet- und Wohnrecht. Unseren Mitgliedern helfen wir rasch und unkompliziert – am Telefon, per E-Mail oder bei einem persönlichen Beratungstermin.

 

Werden Sie jetzt gleich Mitglied. So sind Sie ab sofort im Wohnrecht bestens geschützt und unterstützen unsere Arbeit.

 

>> JETZT MITGLIED WERDEN

 

Lehrlinge, SchülerInnen und StudentInnen bis zum 27. Geburtstag zahlen keine Einschreibgebühr (€ 60.-).

 

Mietervereinigung Österreichs, Reichsratsstraße 15, 1010 Wien, Tel.: 050195, Fax: 050195-92000, zentrale@mietervereinigung.at, ZVR - Zahl 563290909
NACH OBEN