Aktuelles aus der Steiermark  

Aktuelles aus der Steiermark

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Finanzierungsbeitrag und Genossenschaftswohnung

Von einer „Genossenschaftswohnung“ spricht man in der Regel dann, wenn die Wohnung von einer gemeinnützigen Bauvereinigung angeboten wird. Auf diese Wohnungen ist das Wohnungsge- meinnützigkeitsgesetz anzuwenden. Hier ist beispielsweise die Mietzinsbildung völlig anders geregelt als im Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzs.

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Mieter dieser „Genossenschaftswohnungen“ haben bei Beginn des Mietverhältnisses oft einen Finanzierungsbeitrag zu leisten. Damit ist ein Beitrag zur Finanzierung der Baukosten und oft auch Grundkosten des Gebäudes gemeint. Bei Beendigung des Mietverhältnisses muss die gemeinnützige Bauvereinigung aber nicht den gleichen Betrag zurückzahlen, den der Mieter bei Mietbeginn geleistet hat. Das derzeit geltende Recht sieht vor, dass der Finanzierungsbeitrag um ein Prozent pro Jahr abgewertet zurückzuzahlen ist. Dies wird auch als „Verwohnung“ bezeichnet. Nach Mietende und Rückstellung der Wohnung ist der entsprechende Betrag binnen acht Wochen an die Mietpartei zurückzuzahlen. Jener Betrag, welchem dem ausscheidenden Mieter ausbezahlt wird, darf grundsätzlich von dem Folgemieter eingehoben werden. Je älter die Baulichkeit bei Mietbeginn eines Folgemieters ist, desto niedriger ist der von ihm geleistete Finanzierungsbeitrag. Achtung, für ältere Wohnhausanlagen, die vor dem 1. Juli 2000 erstmalig bezogen wurden, gilt eine Sonderregelung.

 

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KONTROLLE DER BETRIEBSKOSTEN IST BARES GELD!

Bis zum 30. Juni dieses Jahres müssen laut Mietrechtsgesetz die Abrechnungen über die Betriebskosten des vergangenen Jahres für jedes Wohnhaus gelegt werden. Wir empfehlen diese durch einen Juristen der Mietervereinigung Steiermark zu kontrollieren.

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Nach wie vor beanstanden wir jede zweite Betriebskostenabrechnung, die uns zur Überprüfung vorgelegt wird. Überschüsse aus der Betriebskostenabrechnung müssen bis zum übernächsten Zinstermin an die Mieter rückerstattet werden. Nachzahlungen muss der jeweilige Mieter selbst dann bezahlen, wenn er zum Zeitpunkt als die Betriebskosten angefallen sind noch nicht in der Wohnung war. Sollten Sie falsche Posten in Ihrer Betriebskostenabrechnung entdecken oder wollen Sie die Betriebskostenabrechnung auch nur grundsätzlich überprüfen lassen, wenden Sie sich an die Mietervereinigung Steiermark.

 

ACHTUNG BEI DER ABRECHNUNG VON HEIZKOSTEN!

 

Neben der Betriebskostenabrechnung werden auch die Heizkosten einmal jährlich abgerechnet, wobei der Abrechnungszeitraum gegenüber den Betriebskosten ein anderer sein kann. Darüber hinaus hängt die Verrechnungsmodalität davon ab, ob die individuellen Verbräuche gemessen werden können oder nicht. Bei Heizkostenabrechnungen, bei denen die Verbräuche messbar sind und nach den Bestimmungen des Heizkostenabrechnungsgesetztes abgerechnet werden, dürfen die Mieter nicht übersehen, dass man binnen 6 Monaten ab ordnungsgemäßer Rechnungslegung einen begründeten Einspruch erheben muss, sofern man mit der Abrechnung nicht einverstanden ist, widrigenfalls die Abrechnung als in Ordnung angesehen wird

 

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"FAIR WOHNEN" BLEIBT ZUKUNFTSFORDERUNG



Im Schnitt gibt jeder österreichische Haushalt rund ein Drittel seines Einkommens fürs Wohnen aus. Bei den sozial schwächeren Gesellschaftsschichten betragen diese Ausgaben bis zur Hälfte der verfügbaren Mittel.

Deshalb, aber vor allem auch weil die Reparatur von Missständen in der österreichischen Wohngesetzgebung längst überfällig ist, präsentierte die Mietervereinigung ein Programm zum Thema „FAIRES WOHNEN“:

 

1. Begrenzung und Festlegung der Zuschläge bei den Mietkosten

2. Klare Regelung der Erhaltungspflichten des Vermieters

3. Gestaffelte Abschläge für befristete Mietverträge je nach Dauer

4. Zehn-Prozent-Klausel bei der Wertsicherung von vereinbarten Mietzinsen

5. Entrümpelung des Betriebskosten-Katalogs

    zB. Grundsteuer und Hausversicherungen gehören raus aus dem Betriebskostenkatalog,

    in Zukunft soll für diese Kosten der Vermieter verantworlich sein

6. Umfassende Anwendung des Außerstreitverfahrens

7. Neuregelung der Maklerprovision (Auftraggeber ist für die Kosten verantwortlich)

8. Abschaffung der Mietvertrags-Vergebührung - mit 11.11.2017 erfolgreich durchgesetzt!

9. Recht auf Wohnen als Bestandteil der EU-Verfassung

10. Bezirksübergreifende Schlichtungsstellen für ganz Österreich

11. kostenlose Schimmelbegutachtung durch das Land Steiermark für alle Mietparteien (keine Zwei-Klassen-Gesesllschaft durch Bevorzugung von Mietern gefördeter Wohnungen)

12. Ausbau des sozialen Wohnbaus, unter der Voraussetzung das auch die Mietpreise sozial sind.

     

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Mietervereinigung Österreichs, Reichsratsstraße 15, 1010 Wien, Tel.: 050195, Fax: 050195-92000, zentrale@mietervereinigung.at, ZVR - Zahl 563290909
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