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Österreich, Service 23.10.2017

Richtig heizen: Mit diesen 12 Tipps sparen Sie Geld

  • Heizkosten sparen; Bild: fotolia.de

In der Stadt fallen die Blätter, auf den Bergen schon der erste Schnee. Die Heizsaison hat begonnen, und sie ist nicht nur lang, sondern für viele auch teuer. 80 Prozent der Energiekosten im Haushalt werden buchstäblich verheizt.

 

Dabei können schon ein paar kleine Tricks helfen, besser zu heizen – und damit Geld zu sparen. Wir haben Tipps zusammengetragen, wie Sie günstig UND wohlig warm durch den Winter kommen.

 

Jedes Grad zählt
Die optimale Raumtemperatur liegt in Wohnräumen zwischen 19 und 22 Grad, in Schlafzimmern bei 17 bis 18 Grad. Dabei gilt: Ein Grad weniger kann bis zu 6% Heizkosten sparen. Wenn Sie tagsüber nicht in der Wohnung sind, lohnt es sich den Thermostatregler zurückzudrehen.

 

Auch eine Nachtabsenkung führt in den meisten Fällen zu einer Energieeinsparung. Sind Sie länger nicht zu Hause, können Sie die Heizung sogar abschalten – aber Achtung: unterschreitet die Temperatur für längere Zeit den Taupunkt (in Wohnungen um die 15°C), kann es zu Schimmelbildung kommen. Bei Fußboden- und Flächenheizungen bringt eine Nachtabsenkung wegen langer Vorlaufzeiten wenig bis nichts.

 

Richtig lüften
Regelmäßig gut lüften ist in jedem Fall wichtig – sonst bildet sich gesundheitsschädlicher Schimmel in der Wohnung. Auch bei frostigem Winterwetter wird geraten, die Wohnung mindestens morgens und abends gut zu durchlüften. Nutzen Sie die Technik des Stoßlüftens und vermeiden Sie gekippte Fenster.

 

  • Öffnen Sie möglichst alle Türen und Fenster für mehrere Minuten.
  • Lassen Sie die Fenster 5 bis 10 Minuten weit geöffnet. Die Räume sollten möglichst nicht unter 14 bis 16 Grad auskühlen. Die Wände kühlen bei diesen kurzen Lüftungszeiten nicht aus und die Zimmer werden schnell wieder warm.
  • Noch effektiver als das Stoßlüften ist übrigens das Querlüften, eine Möglichkeit, die allen offensteht, die gegenüberliegende Fenster in der Wohnung haben. Die Lüftungsdauer kann so auf einige wenige Minuten verkürzt werden

 

Gekippte Fenster vermeiden

Dauerlüften durch gekippte Fenster bewirkt erst nach 24 Stunden einen Austausch der gesamten Zimmerluft und verbraucht dabei unnötig viel Heizenergie. Nicht nur das: Die Wände kühlen bei gekippten Fenstern stark aus, und an zu kühlen Wänden kann sich Schimmel bilden.

 

Heizkörper frei lassen
Lassen Sie die Wärme ungehindert zirkulieren: Heizkörper sollten keine Verkleidungen haben und auch nicht hinter Möbeln versteckt sein. Das bedeutet bis zu 5 Prozent mehr Heizkosten. Reichen Vorhänge über die Heizkörper, erhöht sich der Wärmeverlust nochmals erheblich, und der Energieaufwand kann um bis zu 40 Prozent steigen.

 

Heizkörper entlüften
Lassen Sie die Heizung regelmäßig warten. Schlecht gewartete Heizanlagen können bis zu 20 Prozent mehr Energie verbrauchen. Oftmals befindet sich Luft im Wasserkreislauf eines Heizkörpersystems. Ein Anzeichen für Luft im Heizkreislauf ist Gluckern in den Rohren. Auch, wenn der Heizkörper trotz aufgedrehtem Ventil nicht mehr richtig warm wird, kann es sich um Luft in der Heizung handeln. Spezielle Ventile an den Heizkörpern Ihrer Heizung ermöglichen das Entlüften, sodass das Heizwasser ohne eingeschlossene Luft zirkulieren kann. Achtung: Bei Gemeinschaftsheizungen darf dies nur in Abstimmung mit der gesamten Anlage erfolgen!

 

Heizkörper einzeln steuern
Programmierbare Thermostate zur Steuerung jedes einzelnen Heizkörpers ermöglichen eine automatisierte Einstellung jedes einzelnen Raumes, den Sie beheizen wollen. Der Einbau durch Austausch der Thermostatköpfe an den Heizkörpern ist einfach.

 

Warmwasser
Oft wird Warmwasser über die selbe Heizanlage aufgewärmt, sodass auch Ihr Umgang mit Warmwasser Ihre Heizkosten beeinflusst.

 

  • Begrenzen Sie die Warmwassertemperatur auf 60°C. Höheren Temperaturen kosten mehr Energie und fördern die Verkalkung Ihrer Therme.
  • Duschen statt Baden spart bis zu 70% Energiekosten durch einen geringeren Verbrauch von Warmwasser.
  • Nutzen Sie Durchflussbegrenzer

 

Fenster abdichten
Zugige Fenster machen die Wohnung ungemütlich und verschwenden Energie. Mit einem einfachen Test können Sie herausfinden, ob die Fenster noch dicht sind: Klemmen Sie ein Blatt Papier an verschiedenen Stellen ins Fenster. Lässt es sich in geschlossener Position leicht herausziehen, gehören die Fugendichtungen erneuert oder die Fensterflügel eingestellt. Kostengünstig abdichten kann man undichte Stellen am besten mit selbstklebenden Dichtungsbändern aus dem Baumarkt. Auch wenn die Dichtung nur an einer Stelle porös ist, ist es trotzdem ratsam, die kompletten Fensterdichtungen zu erneuern. Dichtungsbänder eignen sich vor allem für Holz- und Metallfenster. Kunststofffenster haben oft Gummidichtungen, auf die nichts aufgeklebt werden darf – sprechen Sie deshalb vorher mit dem Vermieter oder Fensterbauer.

 

Türen abdichten
Auch durch Zugluft unter der Tür kann viel Heizenergie verloren gehen. Bei glatten Böden wie Laminat, Parkett oder Fliesen sollten Sie ihre Türen mit einer so genannten Bürstendichtung versehen, die am Türblatt angebracht wird. Der Vorteil ist, dass die flexiblen Borsten auch Unebenheiten im Boden einfach ausgleichen können. Je nachdem, ob sie für glatten, unebenen oder Textilboden ausgelegt sind, sind die Bürsten mehr oder weniger starr. Prüfen Sie vor dem Abdichten, ob die Tür richtig in der Zarge sitzt.

 

Jalousien und Fensterläden schließen
Weil Fenster eine wesentlich geringere Isolationswirkung als eine Wand haben, sollten Sie nachts unbedingt Ihre Fensterrollläden und Jalousien herunterlassen. So können Sie den Wärmeverlust durch die geschlossenen Fenster um gut 20 Prozent reduzieren.

 

Verheizen Sie keinen Strom

Die teuerste Art zu heizen ist die Verwendung von Strom. Heizlüfter sollten Sie daher nur sehr sparsam einsetzen. Von einer Nachspeicherheizung ist aufgrund hoher Stromkosten abzuraten. Allerdings haben Sie wie auch bei Fenstern wenig Einfluss darauf, wenn Sie eine Wohnung mit dieser Heizform angemietet haben.
 

Kontrollieren Sie Ihren Heizkosten-Verbrauch  
Zeichnen Sie ihren Verbrauch am besten monatlich auf und vergleichen Sie unbedingt jedes Jahr die Verbrauchsabrechnung Ihres Energielieferanten. Nur so können Sie rechtzeitig verbrauchsabhängige Abweichungen feststellen und darauf reagieren.

 

Links zum Thema:
25 Tipps zum Energiesparen
Thermenwartung
 

 

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