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Österreich, Politik 18.04.2018

Mieten steigen ungebremst - Mietervereinigung fordert rasche Maßnahmen

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Wohnen wird immer teurer. Die Mieten steigen weiterhin doppelt so stark wie die allgemeine Teuerung. Neben Lagezuschlägen sind Befristungen der Hauptpreistreiber. Die Mietervereinigung fordert erneut rasche Maßnahmen, um Wohnen leistbarer zu machen.

 

Die Schere zwischen Einkommen und Wohnkosten geht weiter auf. Gegenüber dem Vorjahr sind die Mieten im März 2018 erneut um 4,1 Prozent gestiegen – und damit mehr als doppelt so stark wie die allgemeine Teuerung (+1,9%, Quelle: Statistik Austria).

 

Gleichzeitig liefert eine Online-Befragung der Arbeiterkammer (AK) alarmierende Zahlen: 42 Prozent der 3.300 Befragten gaben an, dass sie sich durch die Wohnkosten sehr hoch oder hoch belastet fühlen. 87 Prozent (!) der Mieter ließen sich der Befragung zufolge auf ein befristetes Mietverhältnis ein, da sie keine andere Wohnung fanden. 85 Prozent der befristeten Verträge wurden auf weniger als fünf Jahre abgeschlossen.

 

Die Ergebnisse decken sich mit den Erfahrungen, die die Mietervereinigung Österreichs (MVÖ) in ihrer täglichen Arbeit macht. Für Mieter wird der Druck, gegen ihren Willen befristete Mietverhältnisse zu akzeptieren, immer größer. Eine fatale Entwicklung, denn jede Befristung belastet nicht nur das Sozialgefüge der Mieter, sondern steigert außerdem die Gesamtwohnkosten. „Am Ende einer Befristung zahlt immer der Mieter drauf. Entweder wird mit höherer Miete verlängert, oder es heißt ausziehen und wieder auf Wohnungssuche gehen – und damit erneut Kosten für Umzug, Maklerprovision und Kaution auf sich nehmen“, sagt Elke Hanel-Torsch, Wiener Landesvorsitzende der MVÖ.

 

Aus Sicht der MVÖ ist es höchste Zeit, Mieter zu entlasten und Wohnen leistbarer zu machen. Als größte Mieterschutzorganisation Österreichs hat die MVÖ einen Katalog an Maßnahmen erarbeitet, der eine deutliche Entlastung für Mieter bringen würde – zentrale Punkte darin: Ein einheitliches und faires Mietrecht für alle mit klaren Mietzinsobergrenzen, eine Einschränkung der Befristungsmöglichkeiten, sowie eine Senkung der Betriebs- und Kautionskosten. Hanel-Torsch: „Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch. Jetzt braucht es konkrete und rasche politische Maßnahmen, um die Preisexplosion bei den Mieten wirksam einzudämmen.“

 

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